E-Mountainbikes im Test

26.04.2017

Der Elektromotor hat auch die Mountainbikes erreicht. «Kassensturz» testet zwölf der beliebtesten Modelle draussen im Feld und drinnen im technischen Labor. Gute E-Bikes kosten viel – doch mit der richtigen Wahl lassen sich schnell 1000 Franken sparen. 

Grosse Unterschiede bei der Reichweite

Die technische Prüfung der Elektromotoren findet in der Berner Fachhochschule Biel BFH statt. Bei der Reichweite zeigen die E-Bikes grosse Differenzen, erklärt Professor Heinrich Schwarzenbach: «Wir haben als Referenz eine Steigung von drei Prozent genommen. Das entspricht der durchschnittlichen Steigung der Gotthard-Nordrampe. Ist der Fahrer 80 Kilogramm schwer und fährt mit maximaler Motor-Unterstützung, kommen die schwächsten Velos knapp bis Göschenen, die besten aber bis Andermatt.».
Die kleinste Reichweite haben die Ingenieure beim Diavelo gemessen: 28 Kilometer. Am grössten war sie beim Bergamont E-Roxter mit 54 Kilometern. Das ist fast das Doppelte. Fährt man in der Ebene, erhöhen sich die Reichweiten natürlich entsprechend, weil der Motor viel weniger beansprucht wird. Auch bezüglich Motorkraft massen die Experten deutliche Unterschiede. So schieben die stärksten Motoren den Fahrer mit der doppelten Kraft den Berg hinauf wie die schwächsten Motoren. «Das merken Sie eindeutig beim Fahren, es ist sehr viel angenehmer, mit einem stark unterstützten Velo unterwegs zu sein», so Schwarzenbach.

E-Mountain-Bike Spezial | Velojournal

Kontakt

Heinrich Schwarzenbach

Prof. für Mechanik und Simulationstechnik
Berner Fachhochschule