Brückenbauer mit Zukunftsaussichten

12.12.2016

Der neue Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen deckt ein neues Bedürfnis ab: Die Industrie 4.0 braucht Fachkräfte an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und Technologie. 

Stefan Grösser ist ein vielbeschäftigter Mann. Er hat auch eine grosse Aufgabe: Er baut an der Berner Fachhochschule als künftiger Leiter einen neuen Bachelor-Studiengang mit zwei Vertiefungsrichtungen mit Studienort in Biel auf. Dazu besucht er auch Unternehmen in der Region, beispielsweise die Balluff Hytech AG. Es sind Firmen wie sie, welche die künftigen Absolventen des Wirtschaftsingenieurwesens anstellen werden. Am Donnerstagabend hat der Schulrat der BFH grünes Licht gegeben für den neuen Studiengang, gestern hat die Fachhochschule darüber informiert.

Digitale Welten gestalten

Was sind Wirtschaftsingenieure? «Es sind Brückenbauer», sagt Grösser, «sie wirken an der Schnittstelle zwischen Technik, Informatik und Wirtschaft. Sie wissen umzugehen mit digitalen Welten und vermögen sie zu gestalten.» Kurz: «Es sind Leute mit Kompetenzen für die Zukunft.» Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist keine weltweite Premiere. An anderen Fachhochschulen lässt er sich bereits belegen, und Grösser selber hat einen solchen in Stuttgart absolviert. Die BFH holt also nach, was es andernorts bereits gibt. Sie tut das aber, indem sie die Vertiefungsrichtungen an die Bedürfnisse der Industrie 4.0 anpasst und eine eher prozessorientierte sowie eine eher unternehmerisch orientierte Vertiefung anbietet: Industry Engineer und Business Engineer. Letzterer beschäftigt sich beispielsweise mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, wie sie durch Digitalisierung und Vernetzung entstehen können. Ersterer plant, entwickelt und optimiert zum Beispiel Produktionsprozesse.

ganzer Artikel | Bieler Tagblatt 10.12.16

Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Grösser
T + 41 31 848 34 54