Inno Talk

Datum:08.09.17
Zeit:19:00 bis 20:00
Ort:Bern
Lokalität: Wankdorffeldstrasse 102 

«Healthcare integrated Biobanking» - Am Beispiel der Liquid Biobank Bern, die zurzeit modernste und grösste Flüssigbiobank der Schweiz, soll die essentielle Bedeutung solcher Forschungsinfrastrukturen für die biomedizinische Forschung und für die Entwicklung einer personalisierten Medizin aufgezeigt werden.

Die unzureichende Standardisierung der Probengewinnung und -lagerung stellt trotz bahnbrechender Erfolge in der Entwicklung neuer Analysemethoden nach wie vor ein grosses Hindernis für die translationale klinische Forschung dar. Gewinnung und Lagerung von Bioproben haben einen bedeutenden Einfluss auf die Probenqualität und damit auf das Forschungsergebnis. Gerade bei modernen und sehr empfindlichen Untersuchungstechniken wie der Massenspektrometrie kann zum Beispiel wiederholtes unkontrolliertes Einfrieren und Auftauen zu falschen Resultaten führen. Somit bleiben die hohen Erwartungen an eine zunehmend individualisierte Diagnostik und Behandlung unserer Patienten hinter den tatsächlichen Möglichkeiten zurück. Das Thema Probenqualität bzw. moderne Biobankkonzepte zur Gewinnung hochqualitativer Proben nimmt daher in der internationalen Forschung einen immer grösseren Stellenwert ein. Anhand der Liquid Biobank Bern soll aufgezeigt werden, wie moderne Biobanken: 

  1. die Voraussetzung (Probenqualität) für die Nutzung moderner Omics-Technologien schaffen und damit für eine qualifizierte klinische Forschung,
  2. ein exzellentes Reservoir für zukünftig klinische Studien bilden und damit die Entwicklung und Validierung neuer Biomarker und Medikamente beschleunigen,
  3. die Kosten für die klinische Forschung senken und die Rechtssicherheit verbessern.
Zur Person | Carlo R. Largiadèr
Carlo R. Largiadèr ist Populationsgenetiker und promovierte und habilitierte an der Universität Bern. Er ist Stv. Direktor des Universitätsinstituts für Klinische Chemie (UKC) und Leiter der institutionellen Liquid Biobank Bern (LBB) am Inselspital. CRL leitet zusätzlich eine Forschungsgruppe des UKCs. Seine aktuelle Forschung ist auf genetische und nichtgenetische Faktoren/Mechanismen fokussiert, welche der inter-individuellen Variabilität in der Wirkung von Medikamenten zugrunde liegen.

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