Inno Talk

Datum:03.03.17
Zeit:19:00 bis 20:00
Ort:Bern
Lokalität: Wankdorffeldstrasse 102 

Thema: «Additive Manufacturing in der Serienproduktion» -Zwei Referenten beleuchten verschiedene Aspekte: Zum Einen: «Industrieller 3D-Druck – nur ein Hype oder bereits eine disruptive Technologie?», zum Anderen:« Generative Serienfertigung mit Metallen: Einblicke entlang der Prozesskette».

1. Referat: Ralf Schindel |  «Industrieller 3D-Druck – nur ein Hype oder bereits eine disruptive Technologie?»

Die Individualisierung ist zum Megatrend geworden; Produkte werden personalisiert und in der Fertigung führt dieser Trend zu schrumpfenden Losgrössen und Serien. Gehörten früher Serien von mehreren 100‘000-er Teilen zum Standard, müssen heute mehrere 10‘000 oder gar 1‘000er Serien wirtschaftlich gefertigt werden können. Diese Entwicklung trachtet nach alternativen flexibleren Produktionstechnologien wie z. B. der additiven Fertigungstechnologie Selective Laser Sintering (SLS) oder die Multi Jet Fusion Technologie. Das Referat liefert eine kurze Einführung in die Technologie und gibt anhand von realisierten Aufträgen Aufschluss über das Potential und die Grenzen der additiven Fertigung von Kunststoff-Serienteilen. Die Revolution findet auf dem „Reissbrett“ statt, weil Produkte beinahe grenzenlos gestaltet werden können.

2. Referat: Felix Reinert | «Generative Serienfertigung mit Metallen: Einblicke entlang der Prozesskette»

Das rasche Herstellen von Prototypen und Einzelbauteilen war lange Zeit der Hauptanwendungsbereich des 3D Druckens. Doch die additive Fertigung ist vor allem im Metallsektor vielmehr Fertigungstechnologie, welche zurzeit den Weg in die Produktionshallten findet. Dazu müssen die vor- sowie nachgelagerten Prozesse ebenfalls mit einbezogen werden und kontrolliert werden. Einerseits ist das die genaue Kontrolle und Analyse des Ausgangsmateriales. Andererseits beeinflussen nach dem Prozess die thermischen sowie mechanischen Nachbearbeitungsschritte die Bauteilgeometrie sowie desssen mechanischen Eigenschaften. Zur Qualitätssicherung werden zurzeit noch oft destruktive Chargentests woeie nondesktruktive Kontrollen durchgeführt. In Zukunft werden realtime-monitoring Systeme erhältlich sein, um schneller und präziser erhältlich sein, um schneller und präziser auf die Qualität rückzuschliessen.

Zur Person | Ralf Schindel

Funktion

Geschäftsführer der Firma prodartis AG

Ausbildung

Ing. FH Maschinenbau/Kunststoff

Weiterbildung

Wirtschaftingenieur
MAS Medizinphysik ETH

Berufl. Hintergrund

seit 1996 im Bereich Additive Manufacturing, Mitgründer Institut RPD, Fachhochschule SG
Zur Person | Felix Reinert
Studium in Mikrotechnik an der EPFL, Doktoratin in Laserphysik an der Universität Bern, Höheres Lehramt in Physik an der ETHZ. Fünf Jahre in der Technologieabteilung der Alstom in Baden/Birr, zuletzt als Clusterleiter „Novel Manufacturing Technologoies“. Gründung der Firma ProtoShape im 2012 als ein Pionier in der Schweiz als Dienstleister mittels generativer Fertigung, spezialisiert in Aluminiuim für Raumfahrt sowie Superlegierungen für Gasturbinen. Gründung der Startup Firma UrbanAlps im 2014, welche generativ gefertigte machanische Hochsicherheitssysteme entwickelt. Ab 2015 Forschungsleiter Advanced Manufacturing Technologies Innocampus, Switzerland Innovation Park Biel/Bienne.

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