Spannung im Leben

07.06.2018

Der Studiengang Elektro- und Kommunikationstechnik der Berner Fachhochschule gibt sich einen neuen Namen. Das Studium vermittelt einen guten Überblick von der Energie über die Automation bis zur Waschmaschine.

Keine Kaffeemaschine, kein Bügeleisen und kein TV-Apparat funktionieren heute ohne eingebettete elektronische Steuerung. Solche Systeme, bei denen die Hardware eng mit der Software interagiert, werden von Elektroingenieuren geplant und realisiert. Die Digitalisierung hat das Berufsfeld komplett verändert. Das Studium wurde laufend den technischen Anforderungen angepasst und umfasst heute sehr viel Programmierung.
Konsequenterweise heisst der Studiengang nun «Elektrotechnik und Informationstechnologie». Damit könnten die Inhalte besser nachvollzogen werden, meint Abteilungsleiter und Professor Max Felser.

Grundstein für 40 Jahre Erwerbsleben
Bachelor-Absolventen stehen in der Regel über 40 Jahre im Erwerbsleben. Wer heute in Pension geht, hat noch die Erfindung des PC und in der Folge den Einzug der elektronischen, speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) in der Industrie miterlebt.
Wenn die Entwicklung so weitergeht – und es gibt laut Felser keinen Grund, warum dies nicht so sein sollte – werden die heutigen Studenten die nächste industrielle Revolution zur «Industrie 5.0» in 20 Jahren miterleben.
Die Ausbildung hat deshalb nicht nur aktuelle Anforderungen der «Industrie 4.0» zu erfüllen, die Absolventen müssen bereit sein für die nächste Revolution – auch wenn heute noch niemand sagen kann, wie diese aussehen wird. Elektroingenieure machen der Informatikabteilung der Berner Fachhochschule trotzdem keine direkte Konkurrenz. Denn die Informatik wird zwar genutzt, ist aber nicht der Schwerpunkt. So werden die kleinen Computer im Fernseher und in der Kaffeemaschine typischerweise vom Elektroingenieur programmiert. Erst wenn es um die Programmierung reiner Software geht, kommt der Informatiker ins Spiel.

ganzer Artikel | Bieler Tagblatt, 1. Juni 2018

Elektro- und Informationstechnologie
Prof. Max Felser
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