Prix d’excellence 2017

28.11.2017

Ob Monitoring-Tool, Compliance-Kompass oder handliche Medikationsapplikation: Ist im Gesundheitswesen von Digitalisierung die Rede, sind die Medizininformatik-Absolventinnen und -Absolventen der Berner Fachhochschule ganz vorne mit dabei.

Das Spitalzentrum Biel (SZB) verleiht den besten Abschlussarbeiten des schweizweit einzigen Bachelors of Science in Medizininformatik seit 2014 jährlich den „Prix d’excellence“. Die 2017 prämierten Arbeiten überzeugen durch ihren hohen Praxisbezug und den konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten.

Verliehen wird der Prix d’excellence im Rahmen einer bewährten Partnerschaft, welche die BFH und das SZB im Jahr 2014 eingegangen sind. Neben Know-how-Transfer ermöglicht die Kooperation der beiden wichtigen Bieler Akteure jungen, kreativen Köpfen an der Schwelle zum Berufsleben, ihre Ideen und Neuentwicklungen im Alltag eines Akutspitals zu erproben. Piraheepan Mahendran – Prix d’excellence-Preisträger 2016 und heute im SZB als IT-Berater fest angestellt – bestätigt: «Konkrete Einblicke in die Spitalwelt während des Studiums sind enorm inspirierend und können auch bei einem späteren Jobentscheid den Ausschlag geben.»

Biel-Bienne – ein attraktiver Ausbildungs- und Medizinalstandort

Von ihrer Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Praxis und Ausbildung versprechen sich das Spitalzentrum Biel und die Berner Fachhochschule nicht zuletzt eine zusätzliche Stärkung der Attraktivität des Ausbildungs- und Medizinalstandorts Biel.
Ob „PICC Katheter-App“, „MitrendS-App für MS-Patienten“ oder Medikationsapp mit e-Health-Anbindung: Die besten Abschlussarbeiten des Studiengangs in Medizininformatik wissen erneut zu überzeugen. Für ihre innovativen Arbeiten ausgezeichnet wurden Rea Iseli und Sarah Mele, Tim Dorner und Mauro Tschanz, Lukas Hügi und Fabian Schmied sowie Florian Schnyder und Raphael Zenhäusern. Den aktuell mit insgesamt 4000 CHF dotierten Preis nahmen die Absolventinnen und Absolventen gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Spitalzentrum Biel entgegen. Der Preis für das «Beste Konzept» wird dieses Jahr doppelt vergeben.

Bestes Konzept: Medikationsapp mit eHealth-Anbindung

Der Erfolg einer medikamentösen Therapie steht und fällt mit dem Grad der Compliance. Um eine möglichst hohe Compliance zu erreichen, ist jedoch ein hoher Informations- und Involvierungsgrad der Patientinnen und Patienten essenziell. Tim Dorner und Mauro Tschanz haben eine elektronische Medikations-Management-Assistentin (eMMA) entwickelt, die Patienten an die Medikamenteneinnahme erinnert, über Nahrungsmittelinteraktionen informiert und erläutert, warum die Medikation wichtig ist.
Bachelor-Thesis | Medikationsapp mit eHealth Anbindung, elektronische Medikations Management Assistentin, eMMA

Bestes Konzept: MitrendS-App für Patientinnen und Patienten mit multipler Sklerose

Multiple Sklerose – die häufigste Ursache für neurologische Beeinträchtigungen bei jungen Erwachsenen weltweit – macht für Betroffene regelmässige Assessments notwendig. Die von Rea Iseli und Sarah Mele konzipierte MitrendS-App ermöglicht, diese Tests künftig unabhängig von Ort und Zeit durchzuführen und verschafft Betroffenen damit mehr Lebensqualität und eine höhere Autonomie.
Bachelor-Thesis | MitrendS App und Vorstudie für die Beurteilung von Patienten mit multipler Sklerose

Beste Umsetzung: «PICC Katheter App»

Florian Schnyder und Raphael Zenhäusern entwickelten eine mobile App für Chemotherapie-Patienten, die diesen alle relevanten Informationen rund um ihren PICC-Katheter (Peripherally Inserted Central Catheter) jederzeit abrufbereit zur Verfügung stellt. Ein Usability-Test hat gezeigt, dass nicht nur bei Patientinnen und Patienten, sondern auch beim Pflegepersonal grosses Interesse an der App besteht. Die PICC-App wurde in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich umgesetzt und ist im App Store erhältlich.
Bachelor-Thesis | PICC Katheter App

Beste Innovation: «Elektronisches Behandlungsjournal für Nutztiere»

Das ePatientendossier ist in aller Munde, die Vorteile der digitalen Dokumentation von Patientendaten unbestritten. In der Veterinärmedizin ist man heute davon noch weit entfernt. Lukas Hügi und Fabian Schmied haben ein webbasiertes eBehandlungsjournal für Nutztiere entwickelt, dass nicht nur die Erfassung und Kontrolle ihrer Behandlungsdaten vereinfacht, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Tierhaltern, Tierärzten, Zuchtverbänden und Behörden erleichtert.
Bachelor-Thesis: Elektronisches Tierbehandlungsdossier: ein elektronisches Behandlungsjournal für Nutztiere

Kontakt

Studiengangsleitung

Prof. Dr. Jürgen Holm
T +41 32 321 63 04