Eine Referenz | Weiterbildung BFH

12.02.2018

Samuel Stettler, Teamleiter MTRA in der Neuroradiologie Inselspital, sprach das MAS Medizintechnik sofort an, weil er dadurch den Horizont in der Medizintechnik erweitern konnte. Das Ziel war es auch in Zukunft mehr in die technische Welt der Radiologie einzutauchen. Das Studium ermöglichte Einblicke in andere medizinische Bereiche und hat ihm weitere neue Türen geöffnet.

Warum haben Sie sich für dieses Studium entschieden?

Nach dem Gymnasium hatte ich mich entschieden eine Ausbildung als Medizinisch-Technischer Radiologe (MTRA) zu absolvieren. Während der Ausbildung kam ich in Kontakt mit mir bis anhin unbekannter Technik und Technologien. Vor allem das Gebiet der Magnetresonanztomografie (MRT) hatte mich sehr fasziniert. Die Komplexität des MRT und meine Affinität zur Technik motivierten mich zur Weiterbildung. Das MAS Studium in Medizintechnik sprach mich sofort an, weil ich dadurch den Horizont in der Medizintechnik erweitern konnte. Ziel war es, in Zukunft mehr in die technische Welt der Radiologie einzutauchen.

Was gefiel Ihnen besonders gut an diesem Studium?

Der praxisnahe Bezug und Unterricht. Wir hatten nicht nur Frontalunterricht, sondern besuchten auch Firmen und Spitäler. Für mich war es äusserst interessant gewesen, in die verschiedenen Gebiete der Medizintechnik Einblick zu erhalten. Der Studien-Aufbau mit Living Cases (LCA) gefiel mir wirklich gut. Eigentlich bin ich nicht so begeistert von Gruppenarbeiten, aber das Arbeiten und der Austausch in der Gruppe waren sehr lehrreich. Zudem war das Schreiben und Präsentieren der Living Cases eine gute Vorbereitung auf die Masterarbeit.

Wie sah der Studienalltag aus?

Da ich in Bern wohne, hatte ich keine lange Anreise, was mich zusätzlich anreizte das Studium an der BFH zu absolvieren. Dank der Schichtarbeit konnte ich einen Grossteil der Aufgaben und die LCAs neben der Arbeit bewältigen. Dies brachte jedoch nicht nur Vorteile. Es gab zum Teil Tage an denen ich nach der Nachtschicht zum Studium musste. Zugunsten einer ausgeglichenen Work-Life-Balance entschloss ich mich, mein Arbeitspensum zu reduzieren. Während meiner Masterarbeit konnte ich das Arbeitspensum wieder erhöhen, da ich diese in unserer wissenschaftlichen Abteilung schreiben konnte. Es war insgesamt eine sehr spannende, lehrreiche und abwechslungsreiche Zeit.


Samuel Stettler
MAS Medizintechnik
Teamleiter MTRA
Neuroradiologie Inselspital Bern

Wie war der Praxisbezug / Praxistransfer der Weiterbildung?

Wie bereits erwähnt, war der Einblick in andere, medizinische Bereiche sehr interessant und umfassend gewesen.
Ich konnte vom zusätzlich erworbenen Wissen gut profitieren, wie z.B. auf dem Gebiet der Anästhesie. Da ich beruflich häufig mit der Anästhesie zusammenarbeite, ist es für mich hilfreich, mehr über die Respiratoren und deren Funktionsweisen zu erfahren. Der Unterricht, sowie auch die LCAs, waren praxisbezogen. Daraus kann ich manche Ideen und Methoden ableiten.

Was machen Sie heute beruflich? Inwiefern können Sie von Ihrem Studium profitieren?

Ich bin noch immer in der Neuroradiologie, mittlerweile als Teamleiter tätig. Mein Ziel ist es, im Bereich Forschung und Entwicklung des MRT weiter voranzuschreiten. Neben den Aufgaben als MTRA bin ich in der Wissenschaft tätig. Ich konnte mich in der MR Technik an verschiedenen Standorten der Firma „Siemens“ weiterbilden. Der nächste Schritt ist die Planung des „Translational Imaging Center“, welches im Forschungszentrum „Sitem-Insel“ entstehen soll. Für dieses Projekt bringe ich grosses Wissen aus dem Studium mit.

Welchen Tipp haben Sie für Interessierte, welche dieses Studium in Betracht ziehen?

  • Habe Freude und absolviere das Studium in deinem eigenen Interesse
  • Die Cloudbasierte Plattform ist hilfreich. Der Umgang mit der Cloud sollte rasch erlernt werden. Speichere deine Unterlagen fortlaufend darin ab.
  • Nutze den Austausch mit Mitstudierenden und Experten.
  • Mach den Masterlehrgang und absolviere diesen ohne Unterbruch.
  • Denk an eine ausgewogene Work-Study-Life-Balance

Abstract Master Thesis

Samuel Stettler | Intensitäts-Normalisierung von CSI Bildern angewandt in lokalisierter in vivo Spektroskopie

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