researchXchange Biel

Datum:27.04.18
Zeit:12:00 bis 12:45
Ort:Biel
Lokalität: Quellgasse 21 | Raum HG 510 

Anforderungen und Trends in der Lasermikrobearbeitung

Die Laserbearbeitung mit ultrakurzen Pulsen im Bereich von einigen hundert Femtosekunden kommt in der Industrie immer häufiger zur Anwendung. Dabei steht die Lasermikrobearbeitung in Konkurrenz mit den konventionellen Verfahren wie Senkerodieren, Ätzen oder Mikrofräsen. Um im industriellen Umfeld konkurrenzfähig zu sein, müssen sowohl die Zykluszeit wie auch die Qualität stimmen. Dabei ist die richtige Wahl der Prozessparameter von grosser Bedeutung. Mit Hilfe von Modellen und Simulationen soll der Abtragprozess berechnet und die Parameterwahl vorausgesagt werden können. Sollen auch Laserbearbeitungsmaschinen in Zukunft autonom arbeiten können, ist dies ein zentraler Punkt. Standardmässig werden 2.5D-Prozesse für die Herstellung von Werkstücken verwendet. Der Laserstrahl wird dabei mit einem Galvanometer Scanner in x,y-Richtung über das Werkstück geführt. Das Material wird schichtweise abgetragen, wodurch die dritte Dimension entsteht. Weist das Werkstück zum Beispiel eine gekrümmte Oberfläche auf, funktioniert dieses Verfahren nur schlecht. Hier wird ein 3D-Prozess verlangt, welche eine Kombination von 5 mechanischen Achsen mit den 2 optischen Achsen des Galvanometer Scanners beinhaltet. So kann beispielsweise eine Kugel strukturiert werden. Der Trend zu immer kleineren und leichteren Bauteilen führt dazu, dass neue Herstellungsprozesse entwickelt werden müssen. Dazu ist der Laser und speziell der Ultrakurzpuls-Laser aufgrund des kleinen Strahldurchmessers im Fokus und der kleinen thermischen Belastung für das Bauteil bestens geeignet.

Referent
Nach einer vierjährigen Lehre als Polymechaniker hat Beat Jäggi 2007 das Maschinentechnikstudium an der Berner Fachhochschule begonnen und drei Jahre später erfolgreich abgeschlossen. Am Institute for Applied Laser, Photonics and Surface Technologies ALPS der BFH arbeitete er anschliessend sieben Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Gebiet der Lasermikrobearbeitung mit Ultrakurzpuls-Laser. 2016 hat er sein Masterstudium MSc Engineering als Jahrgangsbester abgeschlossen. Seit September 2017 ist er bei Lasea Switzerland SA in Biel für das Applikationslabor verantwortlich.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich für den Vortrag an. Teilnehmende, die sich bis Donnerstag 12:00 Uhr anmelden bekommen ein Sandwich und ein Getränk offeriert.