So fliegen Kinderzeichnungen ins All

19.07.2018

Mit dem CHEOPS-Weltraumteleskop werden im kommenden Frühjahr 2748 miniaturisierte Kinderzeichnungen ins All fliegen. Das Video zeigt, wie der Physiker Guido Bucher die Plaketten mit den Kinderzeichnungen an der Berner Fachhochschule in Burgdorf hergestellt hat.

Rückblick

Wenn Guido Bucher von den vielen hundert Kinderzeichnungen erzählt, die er mittels Lasertechnik tausendfach verkleinert auf Titan gebracht hat, beschönigt er nichts, erwähnt jeden Stolperstein. Nun sind die zwei heftgrossen Metallplatten, die Anfang nächsten Jahres ins All fliegen und dort an einem Satelliten befestigt um die Erde kreisen werden, zwar fertig und schön. Der Weg bis zu einem zufriedenstellenden Resultat war aber ganz und gar kein Spaziergang. Dabei hatte Bucher die Herausforderung zunächst unbesorgt angenommen, als er vor etwa vier Jahren eine Anfrage von Willy Benz von der Uni Bern erhielt. Der renommierte Astrophysiker eröffnete Bucher die Idee eines Kinderzeichnungs-Wettbewerbs im Rahmen der von ihm imitierten und geleiteten CHEOPS-Mission. CHEOPS steht für «CHaracterising ExO Planets Satellite» und ist ein gross angelegtes Weltraumprojekt der Schweiz und der Europäischen Weltraumorganisation ESA, bei der ein Satellit in einer Entfernung von 700 Kilometern die Erde umrunden soll – mit an Bord ein von Ingenieuren der Uni Bern entwickeltes Weltraumteleskop. Mit diesem wollen die Forscher Exoplaneten vermessen, welche Lichtjahre von uns entfernt vor ihren Muttersternen hindurchziehen.

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