Nachhaltig angetriebene Freude

12.09.2018

Beim dritten Langenthaler Mobilitätstag hat zum ersten Mal alles gepasst: begeisterte Kinder, packende Shows, interessante Inhalte und bestes Wetter.

Es hat sich in den letzten Tagen abgezeichnet, dass aller guten Dinge wirklich drei sind. Nach 2016 und 2017 gab es in diesem Jahr für den Mobilitätstag 2018 endlich das passende Wetter zum Anlass für eine nachhaltige Mobilität. Man könnte behaupten, dass Mutter Erde sich für den Einsatz vom Team von Gemeinderat Pierre Masson auf diese Art und Weise bedankte, denn gerade wegen den zahlreichen Sonnenstrahlen pilgerten die Interessierten schon um 10 Uhr auf den Wuhrplatz und liessen sich über nachhaltige Mobilität informieren. Dieser Mobilitätstag sei kein Produkt, welches eigens in Langenthal durchgeführt wird, informierte derweil Pierre Masson bei seiner Begrüssungsrede. Für eine ausgezeichnete Energiestadt aber wahrlich ein Muss. «Wir versuchen, das Bewusstsein zu stärken und die Bevölkerung auf nachhaltige Formen der Mobilität aufmerksam zu machen. Denn: Rund ein Drittel unseres Energieverbrauchs geht in die Sparte Mobilität.» Will die Schweiz die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten, sind nicht zuletzt auch solche Tage wichtig.

Elektro-Mobilität als Hauptthema

Dass in der Schweiz bereits viel für eine nachhaltige Mobilität getan wird, unterstrich auch Peter Affolter von der Berner Fachhochschule, die mit einem Stand und einem Elektro-Rennauto ebenfalls vor Ort war. Passend zum Hauptthema des Tages, Elektro-Mobilität, informierte Affolter, dass der ursprüngliche Antrieb von Autos elektronisch und nicht benzinbetrieben war. «Zwischenzeitlich fiel die Elektromobilität aber in einen Dornröschenschlaf, bis Tesla einen E-Sportwagen präsentierte und das Ansehen von Elektromobilen schlagartig steigen liess.» Mittlerweile sind zahlreiche EMobile dazugekommen, diskutiert und geforscht wird auch schon darüber, andere Transportmittel nachhaltig umzurüsten und vermehrt auf den elektronischen Antrieb zu setzen. Das vor Ort präsentierte Elektro-Rennauto sei indes von Studenten innerhalb von einem halben Jahr entwickelt und erbaut worden, nun touren die Verantwortlichen damit um die Welt und messen sich in einer speziellen Formula mit anderen jungen Entwicklern. Eben dieses Auto zog dann auch einen grossen Teil der Aufmerksamkeit auf sich. Während die Kinder den Pumptrack mit Velos und Tretrollern testeten, liessen sich die Erwachsenen vom alleine elektronisch betriebenen, schnittigen Fahrzeug begeistern. Daneben wurden an den unterschiedlichen Ständen verschiedene Informationen und Angebote zur Förderung der Elektromobilität angepriesen. Ebenfalls für spannende Momente sorgte derweil eine Mountainbike-Crew, die mit ihren Zweirädern spektakuläre Stunts auf kleinem Raum vorführte. Die Saltos, Umdrehungen und Risiko-Tricks waren wahrlich eines der Highlights am mehrstündigen Mobilitätstag, den so manchen Besucher des Wuhrplatzes zum Verweilen einlud.

Ganzer Artikel | Unter-Emmentaler | 11. September 2018