Nanostrukturierte Oberflächen

Mittels Mikro- und Nanostrukturierung lassen sich funktionelle Oberflächen herstellen – selbstreinigende Oberflächen, auch bekannt unter dem Lotuseffekt, sind wohl der bekannteste Vertreter.
Durch gezielte Modifikation der Topografie im Nanometerbereich lassen sich nebst dem Lotus-Effekt aber noch viele weitere Effekte erzielen. In der Optik beispielsweise erreicht man durch eine spezifische Nanostrukturierung der Oberflächen eine Steigerung der Transmission von Licht durch Linsen. Oder in der Medizintechnik führt eine gezielte Strukturierung der Oberfläche von Implantaten zu einer besseren Akzeptanz der Implantate bei biologischen Zellen, so dass die Implantate weniger abgestossen werden.

Die Herstellung von nanostrukturierten Oberflächen geschieht meistens über mehrere aufwändige Prozessschritte. Wir wenden bei Polymeren ein einfaches Verfahren an, das bei konsekutiver Beschichtung zu einer selbstorganisierenden Nanotopografie führt.

In der Abbildung links sehen Sie die mittels Raster-Elektronen-Mikroskop dargestellte ohne Vorbehandlung silberbeschichte Oberfläche von Polyethylenterephthalat (PET). Die Oberfläche in der Aufnahme rechts wurde plasmavorbehandelt. Diese Vorbehandlung legt die Grundlage für die Nanotopografie.

In einer weiteren Arbeit untersuchten wir das Polarisationsverhalten dieser Schichten, um deren Einsatz als schwach polarisierbare Elektroden in der Medizintechnik abzuklären.