Fraktale Elektroden

Bei Impedanz-Messungen an Gewebe oder der Erfassung von Biosignalen mittels metallischer Elektroden treten häufig störende Polarisationseffekte auf. Bei implantierbaren Elektroden verwendet man deshalb seit einigen Jahren fraktale Elektroden, welche nur schwach polarisierbar, jedoch eher teuer und aufwändig herzustellen sind.
Im Reinraumlabor der BFH werden nun PET-Folien zur besseren Schichthaftung mit Plasma vorbehandelt und anschliessend mit Metall (v.a. Gold) beschichtet. Die Schicht (etwa 130nm) wurde mittels PVD (Physical Vapour Deposition) auftgetragen.
Die Plasma-Vorbehandlung führt zu einem säulenartigen Strukturaufbau des Metalls, welcher nun auf Ähnlichkeiten im Polarisationsverhalten von fraktalen Elektroden hin untersucht wird. Die nanoskalige Säulenstruktur führt auch zu optischen Effekten; das Licht wird zunehmend absorbiert. Gearbeitet wird mit einer selbst konstruierten Messzelle und einem Potentiostaten (siehe untenstehendes Bild).