Berufsperspektiven

Studierende der Medizininformatik sind überall gesuchte Mitarbeiter, ob in den Spitälern, Behörden, Beraterfirmen oder in der Softwareindustrie.
Warum?


Das Berufsumfeld für die Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker ist äusserst dynamisch, wie die Entwicklungen in der Medizin und dem Gesundheitswesen insgesamt. Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die das Gesundheitssystem neu definieren wird. Wettbewerbsdruck, Kostenreduktion, erhöhte Effizienz, verbesserte Qualität und Transparenz werden gefordert und können ohne Medizininformatik kaum realisiert werden.

Medizininformatikinnen und Medizininformatiker sind in Spitälern und Institutionen des Gesundheitswesens für die gesamte Medizininformatik verantwortlich. Sie stellen die reibungslose Kommunikation der unterschiedlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen sicher und verbinden deren Arbeitsabläufe mit der klinischen Arbeitswelt. Das System-Design, Datenmanagement und die Implementierungsstrategie bilden neben der Entwicklung, dem Aufbau und Betrieb von medizinischen Informationssystemen die Kernaufgaben der medizinischen Informatik, so dass die medizinischen Prozesse effizienter und sicherer gestaltet werden können.

Mögliche Tätigkeitsgebiete

  • Spitäler: Sie bauen zurzeit neue Medizininformatikabteilungen auf. Hier werden die medizinischen Applikationen beschafft, installiert, integriert und betrieben. Genaue Kenntnisse der medizinischen Prozesse sind dafür notwendig, IT-Know-how unerlässlich. Projektmanagement ist dabei ein grundlegendes Werkzeug.
  • Industrie: Medizinische Applikationen und telemedizinische Anwendungen sind die Domänen der Medizininformatiker in der Industrie. Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker definieren die Architektur von Softwarelösungen, spezifizieren Prozesse und leiten die Entwicklung. Innovationsmanagement und Produktmanagement sind weitere wichtige Betätigungsfelder. Projektmanagement eine Selbstverständlichkeit.
  • Behörden: Benchmarking, Statistiken, Architektur von zukünftigen Vernetzungen und Interoperabilität der dazugehörigen Datenströme sind Aufgaben, die hier den Medizininformatiker erwarten.
  • Versicherungen: Neue innovative Dienstleistungen, betreiben von Applikationen und integrieren medizinischen Daten sind hier gefragt.
  • Beratungsunternehmen: Die Veränderungen im Gesundheitswesen erfordern für deren Teilnehmer ständige Anpassungen an die Vorgaben und Entwicklungen. Der IT-Bereich ist dabei von besonderer Bedeutung. Gutachten und Projektmanagement sind Betätigungsfelder, bei denen medizinisches Prozess-Know-how und IT-Kompetenz erwartet werden.

Diese Beispiele zeigen auf wie vielfältig und spannend die Aussichten für Studierende der Medizininformatik heute und in Zukunft sind.