Neu eingekleidet mit Solarmodulen

11.09.2012

Eine Baugenossenschaft in Zürich zeigt, wie sich Plattenbauten aus den 70er-Jahren mit einer integrierten Solarfassade ästhetisch sanieren und die Kosten gleichzeitig in Grenzen halten lassen: mit einer umlaufenden Photovoltaikanlage. Vier BFH-TI-Studierende haben mit ihren Bachelorarbeiten aktiv an diesem Erfolg mitgearbeitet.

Das Projekt könnte wegweisend für weitere Sanierungen sein, denn die Fassaden von Großwohnsiedlungen haben Potenzial.

Die Baugenossenschaft Zurlinden hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will ihre Gebäude fit machen für die "2000-Watt-Gesellschaft". 2000 Watt pro Sekunde oder etwa 17500 Kilowattstunden im Jahr - auf diesen Wert möchte die Stadt Zürich den Energieverbrauch ihrer Einwohner langfristig senken. Aktuell kommen die Zürcher etwa auf das Dreifache. Zukunftsweisend könnte aber ein Projekt sein, das die Baugenossenschaft derzeit an zwei ihrer Wohnhochhäuser im Stadtteil Leimbach verwirklicht.
Für 36 Millionen Franken (rund 30 Millionen Euro), krempelt sie die Plattenbauten aus den 70er Jahren mit den Adressen Sihlweid 1 und Leimbachstrasse 215 von Grund auf um und spendiert ihnen ein solares Kleid.

ganzer Artikel erschienen in "Photon, September 2012"